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»Die Ausstellung «Rilke und Russland», als deutsch-russischschweizerische Kooperation erarbeitet, kommt nun in die Schweiz und wird in zwei Teilen in Zürich bzw. in Bern gezeigt. Sie dokumentiert mit grossartigen Exponaten von Leihgebern aus den drei beteiligten Nationen Rilkes komplexe Beziehung zu Russland, die vielleicht dort am intensivsten ist, wo sie kaum sichtbar ist: in der Dichtung.« Neue Zürcher Zeitung, Roman Bucheli

»In der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern […] beleuchten zwei flankierende Kammern russisch-helvetische Nebenschauplätze. Da ist zum einen Carl Spitteler, der von 1871 bis 1879 als Hauslehrer in St. Petersburg tätig war. […] Und da ist zum anderen Blaise Cendrars, der 1904 als Frederic Sauser und als Uhrmacherlehrling […] kam und bis 1907 blieb. Cendrars erlebte hier, wie wenige Jahre zuvor Rilke, sein dichterisches Erweckungserlebnis. […] Die beiden Seitenflügel in Bern sind klein in den Dimensionen; aber sie öffnen mit bedeutendem Material eine Welt, die noch zu entdecken bleibt.« Neue Zürcher Zeitung, Roman Bucheli

»Wer die grosse Ausstellung «Rilke und Russland» in Marbach (D) gesehen hat, fragte sich, wie das vielfältige Material von 280 Originalen aus 20 deutschen, russischen und Schweizer Sammlungen auf zwei Städte verteilt werden kann. Thomas Schmidt, Kurator am Deutschen Literaturarchiv, entschied sich für eine grössere Version in Zürich und eine kleinere in Bern - wobei ein paar Kopien wichtiger Originale aushalfen. Anschaulich werden nicht nur die Russlandreisen von Rainer Maria Rilke von 1899 (mit Lou Andreas-Salome und ihrem Mann) und 1900 (mit ihr alleine); auch der gesellschaftliche und historische Kontext findet Beachtung.« Tages-Anzeiger, Guido Kalberer

»Die zentrale Rolle, die Russland im Werdegang des großen Lyrikers spielte, arbeitet diese Ausstellung erstmals so deutlich heraus. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. ... ›Dass Russland meine Heimat ist, gehört zu jenen großen und geheimnisvollen Sicherheiten, aus denen ich lebe‹, so sein Bekenntnis. Dass sie diese ›Sicherheit‹ auszuleuchten sucht: Darin betritt die großartige Marbacher Ausstellung aufregendes Neuland.« Badische Zeitung, Bettina Schulte

»Rainer Maria Rilkes nicht nur literarische Liebe wird zum Thema einer großartigen Marbacher Ausstellung. ... Die Literatur brachte die beiden Länder von je her näher zusammen als sonst etwas; das wird in ›Rilke und Russland‹ deutlich. ... Glanzvoll ist diese Konzeption, dank  trinationaler Kooperation und großzügiger staatlicher wie privater Förderung. Die Schau präsentiert ihre Schätze in eigens maßgefertigten Vitrinen, die wie schwarze Monolithen wirken, veritable Rosettasteine des deutsch-russischen literarischen Dialogs.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus

»Gerade in einer Zeit schwieriger Beziehungen zwischen Europa und dem heutigen Russland kann eine solche Ausstellung womöglich neue Perspektiven erschließen.« Ludwigsburger Kreiszeitung, Dietholf Zerweck

»So beginnt man zu lesen, folgt Spuren, findet Bezüge, bleibt an einem Wort oder einem Bild hängen, eilt auf den Wegen der Reisenden von Moskau nach St. Petersburg, treibt auf der Wolga oder fährt mit ihnen hinaus zu Tolstois Refugium in Jasnaja Poljana. ... bald vergisst man die Zeit und auch den Raum – und findet sich wieder in der Weite einer poetischen Welt. ... Mitten zwischen die Vitrinen haben die Ausstellungsmacher einen intimen Salon gebaut, eine Art Krypta vielmehr: Es ist der stille Höhepunkt dieser Schau. Wer hineingeht, sieht, was so noch niemand gesehen hat ... So erzählt und wiederholt diese Herzkammer als Dunkelkammer noch einmal Rilkes Leidenschaft für Russland: als blinde Liebe eines mit anderen Augen Sehenden.« Neue Zürcher Zeitung, Roman Bucheli

»Das Literaturmuseum Marbach zeigt ... in einer spektakulären Ausstellung, wie sich Rilke sein utopisches Land zurechterlebte und eine Fiktion erschuf, die bis heute in manchen Russlandsehnsüchten nachzuwirken scheint.« Der Spiegel, Volker Weidermann

»Nicht nur inhaltlich beschwört diese Schau das Versöhnende gemeinsamer deutsch-russischer Kulturbeziehungen. ... ›Rilke und Russland‹ ist das Ergebnis dessen, was sich mit kluger Diplomatie erreichen lässt. In der Schweiz, ... in Russland und bei den Erben des noch in privater Hand befindlichen Nachlasses gelang es dem Kurator Thomas Schmidt, Türen zu öffnen, so dass sich unter den knapp 280 Objekten viele finden, die hier erstmals gezeigt werden. ... Mit klug eingesetzten Mitteln ... wird der Rausch der Erfahrung für den Betrachter selbst zum Erlebnis.« Stuttgarter Zeitung, Stefan Kister

»Eine große Ausstellung des Marbacher Literaturarchivs ... ist ein Stück funktionierender Kulturaustausch in Krisenzeiten. ... Der Kurator Thomas Schmidt hat an Fundorten, die über die Außengrenzen der EU hinausreichen, einen enormen Fundus nie gezeigter Dokumente aus Rilkes Nachlass zusammengetragen.« Süddeutsche Zeitung, Volker Breidecker

»Das Leitmotiv dieser Ausstellung ist dabei die Projektion. Denn Rilke ließ sich vom einfachen Leben der Bauern genauso begeistern wie von der russischen Kunst. Alles, was sein positives Russlandbild hätte stören können, das blendete er aus. Viele Zeugnisse in Marbach belegen, dass er die sozialen Nöte und Umwälzungen in Russland durchaus kannte, aber nicht sehen wollte. ... Der Wunsch, mit dieser eindrücklichen und umfassenden Schau international für Aufsehen zu sorgen, er könnte den Marbachern gelingen.« SWR2 Kulturthema, Karin Gramling

»Ausgestellt sind 280 Exponate von über 20 Leihgebern, die der Kurator Thomas Schmidt zu einer raffinierten Erzählung komponiert: Ikonen und Gemälde, Fotografien und Briefe, Landkarten und beschriebene Postkarten, Manuskripte und Erstausgaben. Wenn man sich für die breit angelegte Schau ... Zeit nimmt, begibt man sich ... auf eine Reise durch das von Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé stark idealisierte Russland.« Tages-Anzeiger Zürich, Guido Kalberer

»Eine herausragende Ausstellung im Literaturmuseum der Moderne ... bringt uns ›Rilke und Russland‹ nahe. ... Kleine, symbolstarke Exponate, wie die Visitenkarten-Menage-à-trois sind typisch für Marbacher Ausstellungen, ... die Vitrinen glänzen so opulent kurvig und schwarzelegant wie selten, und es gibt neben Manuskripten, Briefen, Buchseiten ... auch Rilkes Reisegeschirr und seinen ›Russland‹-Baedeker ... zu sehen. ... Die russischen Seiten von ›Rainerland‹ sind jedenfalls jede Reise ins schwäbische Marbach wert.« Die Welt, Marc Reichwein

»Ohne sein Russlanderlebnis, das macht die Ausstellung plastisch deutlich, wäre Rilkes Leben sicher anders verlaufen, wäre er vermutlich nicht der Dichter geworden, als der er geliebt, verehrt, ja vergöttert wurde. ... Russland hat aus dem begabten Schriftsteller Rilke den Dichter gemacht ... .« Kulturblog, Rainer Zerbst